Rückkehr zum Regelbetrieb ist Augenwischerei!

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Liebe Nichteltern, insbesondere liebe PolitikerInnen, BehördenleiterInnen und JournalistInnen!

Wir schreiben diese Erklärung für alle Erwachsenen, die nicht täglich mit Kindern zu tun haben. Ihr denkt vielleicht, für Kinder und Eltern sei nun wieder beim Alten!? Es ist ja „Regelbetrieb“!?

Leider nein! Die Kinder sind zwar froh, endlich wieder in die Schule zu können. Doch sie werden nach wie vor viel härter reglementiert und mit Sanktionen bedroht als die „Großen“. Permanent muss die Maske auf, zum Turnen dürfen die Umkleiden nicht benutzt werden, die Kinder dürfen sich nicht mal gegenseitig ein Lineal ausleihen. Uns Familien droht jede Sekunde Quarantäne! Wenn wir besonders großes Pech haben, dürfen wir nicht mehr vor die Tür, weil der Test eines Schulkindes falsch positiv war.

Die „Rückkehr zum Regelbetrieb“ an den Schulen ist Augen­wi­scherei! Dabei haben die Kinder extrem unter dem Lockdown gelitten, Studien belegen das (wir Eltern sagen es schon lange, aber auf uns hört ja keiner). Die „Digitale Schule“ hat die meisten Kinder (und Eltern) nur gestresst, die wenigsten haben davon profitiert. Mediziner war­nen schon lange vor den Schäden und Gefahren einer zu frühen und zu umfassenden Digitalisierung. Wir wollen das alles nicht als “neue Normalität”!

Unsere Kritik im Einzelnen:

Lockdown traf Kinder besonders hart – Studien belegen das

Wie diese Studie zeigt, klagten 70 % der befragten Kinder und Jugendlichen über Belastungen, eine deutlich vermin­derte Lebensqualität und geringeres Wohlbefinden. Vor dem Lockdown sagten so etwas „nur“ rd. 30 Prozent. Fast jedes dritte Kind zeigt mittlerweile ein Risiko für psychische Auffälligkeiten, vor dem Lockdown war es „nur“ jedes fünfte.

Auch eine Umfrage unter Kinderärzten ergab: 89 % berichteten von seelischen Beschwerden bei Kindern durch Schul-und Kitaschließungen und Kontaktverbote. Am stärksten gelitten hätten Kinder ab sechs Jahren – also Schulkinder. Kein Wunder, denn:


Digitale Schule ist nicht kindergerecht!

Auch  wenn sich einzelne Lehrer*innen viel Mühe gegeben haben: Die digitale Schule birgt Defizite, die auch der beste Pädagoge und die teuerste App nicht wettmachen können:

  • Es fehlt die Motivation und manchmal auch die Kontrolle durch „echte“ Lehrer.
  • Zu Hause lernen macht keinen SpassKinder brauchen den Austausch und das Zusammensein mit Gleichaltrigen.
  • Ein Teil der Kinder wurde nicht erreicht, andere waren überfordert, viele klagten über zuwenig Rückmeldung.
  • Mediziner warnen: Zu frühe und zu umfassende Digitalisierung ist schädlich!
  • Jugendschutz findet im Netz in nicht statt!

Digitale Schule ist nicht elterngerecht!

Wir Eltern sind keine eierlegenden Wollmilchsäue! Wir können nicht unsere eigene Arbeit, die Kinderbetreuung, das Technikmanagement und die pädagogische Begleitung des Unterrichts gleichzeitig „erledigen“.

  • Das ging zu Lasten unserer Kinder, denn wir waren nicht immer entspannt und geduldig!
  • Das ging zu Lasten unserer Gesundheit, denn für uns blieb kein Platz mehr zum Luftholen!
  • Bei vielen Familien, insbesondere bei den Müttern und bei Alleinerziehenden, hat dies zu Einkommenseinbußen, teilweise zum Jobverlust geführt.
  • Deswegen kann und darf es nicht sein, dass die digitale Schule nun zur Daueroption ausgebaut wird und dass dafür Milliarden an Steuerzahlergeldern verschwendet werden!
  • Zudem: Die permanente Präsenz digitaler Geräte macht das Familienleben kaputt.

Rückkehr zum Regelbetrieb ist Augenwischerei!

Ein Alltag, bei dem Kinder selbst bei 37 Grad im Schatten mit Maske herumlaufen, permanent Schlange stehen, sich die Hände desinfizieren  und Abstand voneinander halten müssen, ist kein Regelbetrieb. Mit Maske kann man weder Lesen noch eine Fremdsprache lernen oder besser Deutsch sprechen üben. Kinder mit Höreinschränkungen, Kinder, die mit Maske Atemprobleme bekommen, Kinder mit Migrationshintergrund  werden diskriminiert. Die Kinder setzen die Masken den ganzen Tag auf und ab, atmen das Desinfektionsmittel ein, dass sie an den Fingern haben und mit denen sie die Maske anfassen, schwitzen in die Maske, benutzen sie mehrere Tage, weil sie vergessen, sie auszuwechseln, das alles ist extrem unhygienisch und gesundheitsschädlich.

Bildung, Betreuung und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sind nach wie vor übertrieben reglementiert. Vieles, was früher den Alltag von Kindern und Eltern strukturiert, lustig und lebenswert gemacht hat, bleibt verboten. Oder es ist so umständlich und unattraktiv geworden, dass es keiner mehr machen will, z.B. Sport oder Singen mit Maske.

Wir wollen kein monatelanges Stopp and Go!

Völlig absurd ist, dass Familien nun jederzeit, quasi von einer Sekunde auf die nächste, in Quarantäne geschickt werden können. Dass so etwas, wie in Mecklenburg-Vorpommern geschehen, sogar passieren kann, weil ein einzelnes Kind falsch positiv getestet wurde, ist aus unserer Sicht eine absolute Zumutung.

Liebe Kultusministerkonferenz, liebe Gesundheitsämter, liebe Schul-ämter: Ihr hatte fünf Monate Zeit, Euch funktionierende Konzepte zu überlegen, in denen Bildung und Betreuung, soziale Teilhabe und Bewegung für die Kinder endlich wieder möglich wird.

Warum klappt denn so gar nichts, warum müssen die Kinder so viel mehr Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen einhalten als Erwachsene, warum achtet keiner auf das Kindeswohl, warum gibt es keine Schnelltests für Schüler, warum sorgt keiner dafür, dass wir Mütter / Eltern endlich wieder mit gutem Gewissen arbeiten gehen können???

Kinder sind keine Treiber des Infektionsgeschehens

Forscher, Ärzte und medizinische Fachgesellschaften verweisen immer wieder darauf, dass Kinder das Virus gar nicht aktiv verbreiten. Kinder werden fast immer über Erwachsene infiziert, nicht über Gleichaltrige.

Der aktuelle Stand der Forschung ist: Ein funktionierendes Immunsystem ist der beste Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung. Wer sich infiziert, aber nicht erkrankt, steckt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch keine anderen Personen an. Dies scheint nach allen statistischen Auswertungen, die vorliegen, vor allem für Kinder zu gelten.

Wir sind daher der Meinung, dass die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und ihre Familien viel gefährlicher und schädlicher sind als das Virus selbst!


Unsere Forderungen:

Echter Regelbetrieb: Kinder sollen in überschaubaren und stabilen Gruppen ohne Maske und Abstandsregeln zusammen lernen, spielen und Sport machen können.

Kindergesundheit stärken: Es ist wichtiger, die Psyche und das Immunsystem zu stärken, als Kinder durch völlig übertriebene Maßnahmen vor einem Virus zu schützen, der für sie nachweislich kaum gefährlich ist.

Übertriebene und schädliche Hygienemaßnahmen sofort stoppen: Maskenpflicht beim Sport hält Kinder vom Sport ab und ist daher schädlich, Maskenpflicht bei Hitze und mehrere Stunden am Tag ist Quälerei, Flächen sind nach dem aktuellen wissenschaftlichn Stand kein wichtiger Übertragungsweg, daher sollten Kinder ab sofort wieder Gegenstände (wie Stifte, Scheren oder Klebstoff) gemeinsam benutzen dürfen. Wir machen uns große Sorgen, was da für ein Sozialverhalten antrainiert wird!

Keine prophylaktische Massenquarantäne: Im Verdachtsfall, dass ein Kind infiziert ist oder engen Umgang mit einem Infizierten hatte, verlangen wir die Durchführung von Schnelltests und die Übermittlung des Ergebnisses innerhalb von maximal 24 Stunden.

Knappes Geld sinnvoll investieren! Statt unser gutes Steuerzahlergeld für eine kaum durchdachte digitale Aufrüsung der Schulen auszugeben, sollte lieber Personal aufgestockt werden in den Gesundheitsämtern (für zügig und ordentlich durchgeführte Tests), sowie an den Schulen (für ein besseres Betreuungsverhältnis und kleinere Klassen).

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Weiterführende Links:

Langfassung unserer Stellungnahme zu Digitaler Schule.

FAQs zum Thema Kinder und Covid-19 – wissenschaftliche Studien, Stellungnahmen von Ärzten und medizinischen Fachgesellschaften.

FAQs zum Thema Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen – psychische und physische Folgen.

Netzwerk Critical Ma´s: Rückkehr zum Regelbetrieb ist Augenwischerei!